Live-Programme auf einem Windows-PC

Ein Live-Programm für Windows ist eine Software, die ohne Installation und von fast jedem Datenträger eingesetzt werden kann.

Programme, die unter Windows ohne Installation funktionieren und unabhängig von externen Programmbibliotheken arbeiten, kennt man unter den Bezeichnungen Standalone-, Portable- oder Live-Programme. Sie können im Prinzip auf jedem Windowsrechner verwendet werden. Ist die Software entsprechend programmiert worden, kann sie auch ohne Administrationsrechte eingesetzt werden.

Keine Installation der Software unter Windows nötig

Live-Programme benötigen unter Windows keine Installation. Dadurch entstehen keine Einträge in den Systemdateien. Diese bleiben schlank und die Performance des Rechners sinkt entsprechend nicht ab. Arbeitet ein Nutzer außerhalb seines eigenen PCs, hat er weitere Vorteile. Er kann auf externen und mobilen Datenträgern seine ihm vertraute Software mit der entsprechenden Arbeitsumgebung auch auf Fremdrechnern einsetzen und die bearbeiteten Daten anschließend wieder auf dem heimischen PC nutzen. Die Mehrzahl solcher Programme nimmt von der Größe her nicht viel Platz auf dem jeweiligen Speichermedium ein. Selbst ein komplexes Grafikprogramm wie Gimp schlägt in der Portableversion mit nicht einmal 70 MB zu Buche. Größen, welche bei den heutigen zur Verfügung stehenden Datenträgern vernachlässigbar sind.

Von fast jedem Datenträger zu starten

Das einfache Kopieren des jeweiligen Programms auf eine Festplatte des Rechners genügt. Aber auch von einem anderen Datenträger wie einem USB-Stick oder von CD, lassen sich portable Programme betreiben. Der besseren Handhabung halber kann noch eine Verknüpfung mit der ausführenden Datei (.exe) des Programms auf dem Desktop, in der Startleiste oder wo auch sonst gewünscht angelegt werden. Einem einfachen Start steht dann nichts mehr im Wege. Im Regelfall schreiben diese Programme keine Einträge in die Windows-Registry. Sind Eintragungen nötig, werden diese meist in einer eigenen ini-Datei abgelegt, die im Stammordner des Standalone-Programms abgelegt ist. Dies hat beim Einsatz auf fremden Rechnern den Vorteil, dass keine Spuren und unerwünschte Einträge hinterlassen werden.

Viele Live-Programme gibt es als Freeware

Viele Live-Programme sind als Freeware erhältlich. Das Spektrum zieht sich hierbei durch den gesamten Softwarebereich. Von komplexen Officepaketen, peripherer Bürosoftware, Internetbrowsern, über Grafiksoftware, Systemsoftware, Multimediaanwendungen bis hin zu kleineren Spielen ist alles vertreten, was einen normalen Nutzer zufrieden stellen kann. Theoretisch und je nach den gestellten Ansprüchen ließe sich ein PC nur mit Windows und Liveprogrammen nutzen. Was man aber unbedingt installieren sollte, sind ein aktuelles Antiviren-Programm und eine vernünftige Firewall. Die meisten Standalone-Programme, die man über seriöse Quellen laden kann, sind zwar sauber, aber ein gewisses Risiko ist nie auszuschließen.

Wer unter Windows nur selten Programme einer bestimmten Kategorie benutzt und keine hohen technischen Ansprüche an die Software stellen muss, ist mit Live-Programmen gut bedient. Durch die fehlenden Einträge in der Registry von Windows lassen sich diese Programme bei Bedarf problemlos und rückstandsfrei entfernen. So einfach, wie sie auf einen Datenträger kopiert wurden, sind sie auch wieder durch einfaches Löschen zu beseitigen.

Norman Oelker, Norman Oelker

Norman Oelker - Von Hause aus bin ich eigentlich aus der kaufmännischen Ecke mit gelegentlichen Abstechern als IT-Trainer und Dozent. Nachdem der ...

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